PERSÖNLICH

Ich bin 1983 bei München geboren und in Berg-am-Laim aufgewachsen. Als ich 16 war, zogen wir nach Freimann, von der Nähe zu Haidhausen wechselte ich in die Nähe zu Schwabing, auch gut, aber doch völlig anders.

Ich wollte unbedingt eine andere Kultur und andere Denkansätze kennen lernen und ging nach dem Abitur für 6 Monate nach Russland. In Cheboksary arbeitete ich mit gehbehinderten Menschen und begann mich dafür zu interessieren, wer diesen Menschen viel nachhaltiger helfen könnte als ich: ich half ihnen täglich über viele Stufen, aber sobald ich nicht dort bin, ist die Stufe weiterhin unüberwindbar. Ich kam zu der Überzeugung, dass Häuser auch ohne die drei Stufen vor der Tür auskommen könnten, ebenerdige Zugänge zu Unternehmen auch Arbeitsplätze für Gehbehinderte einrichten könnten. Also muss man in dem Unternehmen sitzen, was über die Architektur entscheidet. Über diesen Umweg begann ich mich für Betriebswirtschaft zu interessieren.

Ich studierte BWL mit internationalem Management in Bamberg und Sankt Petersburg, verbesserte meine Russischkenntnisse und wurde ehrenamtlich aktiv.

Ich möchte denken dürfen, was ich will. Ich möchte mein Leben so weit wie möglich selbst in die Hand nehmen und nur dort vom Staat unterstützt werden, wo ich es brauche. Ich möchte selbst Verantwortung übernehmen und selbst entscheiden, was für mich gut ist.
Freiheit und Eigenverantwortung führten mich zu den Liberalen – zunächst stieg ich in die Liberale Hochschulgruppe ein, half aber auch schon bald bei Aktionen der Jungen Liberalen mit.

2008 wurde ich, weil immer noch in München gemeldet, zum Listenfüller auf der FDP-Liste für den Bezirksausschuss Schwabing-Freimann, wurde hochgehäufelt und ins Gremium hineingewählt. Zu dem Zeitpunkt stand schon fest, dass ich wieder nach München zurückkomme und so übernahm ich 2009 auch den Fraktionsvorsitz der FDP im Bezirksausschuss.

Für die Liberalen Hochschulgruppen (LHG) konnte ich als Landesvorsitzende Impulse in den Koalitionsvertrag 2008 von CSU und FDP einbringen.
Bei den Jungen Liberalen wurde ich Stellvertretende Landesvorsitzende und organisierte drei Jahre die Kongresse und programmatischen Wochenenden. Spontan eine Rede halten, Menschen mit unterschiedlichen Meinungen zusammenbringen, Mitstreiter motivieren ohne finanzielle Anreize, Konflikte lösen, Events organisieren – Fähigkeiten, die ich bei den Jungen Liberalen üben und dann im Beruf einsetzen konnte…

Ich bin Gründungsmitglied des Vereins „Bürgerbegehren Stolpersteine München“ (https://www.buergerbegehren-stolpersteine-muenchen.de/), da ich der festen Überzeugung bin, dass Stolpersteine besser als andere zentrale Mahnmale mitten im täglichen Leben daran erinnern, wie die Menschen aus der Mitte der Gesellschaft gerissen wurden, weil sie einer bestimmten Religion, Gruppe oder Partei angehörten, krank waren oder schlicht dem Vorgehen der Nazis widersprachen. Religions- und Meinungsfreiheit sind hohe Güter und müssen auch heute verteidigt werden. Stolpersteine mahnen uns dazu in zurückhaltender aber trotzdem starker Weise.

Seit Herbst 2018 bin ich Mitglied im Kirchenvorstand der Nikodemuskirche in der Alten Heide. In dieser Kirche wurde ich getauft, verheiratet und wir haben dort unsere Kinder taufen lassen. Dieses Jahr geht unser Pfarrer Staude in den wohlverdienten Ruhestand und der alte Kirchenvorstand trat nicht mehr an. Die Gemeinde in dieser Zeit des Umbruchs zu begleiten und zu sichern ist mir eine große Ehre.

Seit 2009 arbeite ich beim ADAC. Wie viele andere in meiner Generation startete ich über die Leiharbeit, bekam dann erst einen befristeten Vertrag und schließlich eine unbefristete Stelle. Zunächst im Internationalen Beteiligungsmanagement, kurz in der Leistungssteuerung und dann viele Jahre im Partnermanagement des Ambulanzdienstes, bin ich heute in einer internen Strategieabteilung tätig und kann mein Wissen aus den verschiedenen vorherigen Stationen sinnvoll einbringen. Immer noch eng mit dem Ambulanzdienst verbunden trägt mich das Wissen, wie konkret wir den Menschen helfen können, die in eine Notsituation geraten sind. Dazu beitragen zu dürfen, macht mich stolz.

Im Herbst 2015 heiratete ich Daniel Föst (www.daniel-foest.de), Marketingspezialist und inzwischen Vorsitzender der FDP Bayern und Mitglied im Deutschen Bundestag. Bereits im September 2014 hatten wir unseren ersten Sohn bekommen, im Oktober 2016 folgte der zweite. Wir leben in einer Mietwohnung in Schwabing, arbeiten an der Erneuerung der FDP und genießen das Leben mit unseren beiden Kindern.